"Ja moiiin!" – 10a und 10c genießen in Hamburg die "Große Freiheit"

 

 

Die Fahrt nach Hamburg startete für die 10a sowie für die 10c am Montag, 09.09.2019 um 8:15 Uhr. Als unser Busfahrer uns sicher um ca. 14 Uhr an der Jugendherberge ,,Horner Rennbahn" absetzte, belegten wir alle erstmal unsere Zimmer und machten die Jugendherberge und ihre Gegend unsicher. Übrigens auch der Busfahrer, denn er blieb die ganze Fahrt über bei uns und fuhr uns zu unseren Ausflugszielen. Sehr praktisch! Am Nachmittag waren wir dann im Hamburg Dungeon. Das Hamburg Dungeon ist eine 90-minütige Reise durch über 600 Jahre grauenhafter Hamburger Geschichte. Viele Schüler fanden es so gruselig, dass sie fast die ganze Zeit über nur schreien mussten. Einige wurden sogar von den Schauspielern zum Mitmachen aufgerufen. Da musste man dann eben durch, denn die Bereitschaft zum Mitmachen war Voraussetzung. Zurück in unserer Jugendherberge machten sich alle einen schönen Abend und genossen das Beisammensein.

 

Am Dienstag erwartete uns ein ernsteres historisches Thema, denn wir besuchten die Gedenkstätte „Neuengamme“. Neuengamme ist ein ehemaliges Konzentrationslager, in dem die Nationalsozialisten zur Zeit des Zweiten Weltkriegs Menschen durch Arbeit töteten. Es gab sehr viel zu sehen und wir konnten viele Eindrücke davon gewinnen, wie schrecklich es für die ehemaligen Gefangenen gewesen sein muss. Doch wir erfuhren auch Wissenswertes über die Täter, denn auch ihnen ist in der Gedenkstätte eine Ausstellung gewidmet. Dies macht Neuengamme einzigartig, da es die einzige Gedenkstätte mit einer solchen Täterausstellung ist. Anschließend ließ uns der Busfahrer am Hamburger Hauptbahnhof raus und wir konnten noch ein paar Stunden Freizeit in der City genießen. 

 

 

Abends erwartete uns mit einer Führung über die berühmte Reeperbahn das völlige Kontrastprogramm. In zwei Gruppen zeigten uns Guides, was es alles zu sehen gibt. Sie erklärten uns viele interessante Dinge rund um das Thema Nachtleben in Hamburg, über die Sehenswürdigkeiten und über die vielfältigen Menschen, die auf St. Pauli leben. Natürlich kommt man dabei auch um das Thema Prostitution nicht herum. Dass dies ein sehr ernstes Thema ist, über das es nichts zu Lachen gibt, machten unsere Guides direkt zu Beginn sehr deutlich! Aber alle haben sich entsprechend gut benommen und die Anweisungen befolgt.


Am Mittwoch  ging es um 10 Uhr in den Heidepark Soltau. Wir machten uns dort in Gruppen von mindestens drei Personen einen schönen Tag im Vergnügungspark. Zwei Schüler waren ganze 25-mal auf dem 103 Meter hohen Freefalltower mit einer Fallhöhe von 71 Metern! Er trägt den Namen ,,Scream", was so viel wie Schrei oder Schreien bedeutet. Warum bloß… Auch fanden viele die Holzachterbahn ,,Colossos" oder andere Attraktionen wie beispielsweise die Hängeloopingbahn ,,Limit" sehr spektakulär. Um 17 Uhr trafen sich dann alle wieder pünktlich am Bus und erzählten sich, auf welchen Geräten sie alle waren. Am Abend bestellten wir uns Pizza in die Jugendherberge und verbrachten dann schließlich die Zeit zusammen, beispielsweise im Fernsehraum. Gemeinsam mit einzelnen Lehrern verbrachten einige den Abend sogar auf dem Flur. Es wurde Musik gehört, wir redeten, spielten Gemeinschaftsspiele wie UNO oder spielten das Spiel ,,Wenn ich du wäre“.

  

Am Morgen des vorletzten Tages standen wir, wie jeden Tag, zu unterschiedlichen Uhrzeiten auf. Manche waren bereits um sieben Uhr wach, andere erst um acht oder halb neun. Auch heute war es jedem selbst überlassen, ob man frühstücken gehen möchte oder nicht. Nach dem freiwilligen Frühstück machten wir uns dann auch schon um kurz nach neun auf dem Weg zum Escape Room ,,Hidden in Hamburg". Hidden in Hamburg ist weltweit das einzige Live Escape Game der Welt, dessen Räume sich direkt an Bord eines echten Schiffes befinden. Als wir den Raum betraten, wurden wir dann in zwei größere Gruppen aufgeteilt. Während sich die erste Gruppe bereits auf dem Weg zu den Escape Räumen machte, sollte die zweite Gruppe eine Schiffsführung bekommen. Da es allerdings einige Komplikationen gab, bekam jedes Team, das aus jeweils sechs Personen bestand, ein kleines Rätsel und durfte somit das Schiff eigenständig erkunden. Wir konnten viel von dem Schiff sehen und lernten auch ein wenig über die Geschichte von Hamburg und vor allem über dieses Schiff. Wir konnten Beispielsweise eine Karte der Route sehen, die das Schiff nach dem zweiten Weltkrieg zurücklegte. Außerdem bekamen wir einen Einblick in das Leben der Menschen, die dort zu dieser Zeit arbeiteten. Nach dem dann einige Gruppen das Rätsel erfolgreich gelöst hatten, warteten wir zusammen mit den Teams, die schon aus dem Escape Room kamen, auf die letzte Gruppe, die noch das Geheimnis lösen musste. Als dann auch die letzte Gruppe fertig war, gab es einen Gruppentausch. Die, die im Escape Room waren, bekamen nun eine Schiffsführung und die anderen, die das Rätsel des Schiffes lösten, gingen jetzt in einer der vier Escape Räume. Zur Auswahl standen ,,Das verbotene Spiel", ,,Der goldene Schädel" und ,,Der Meister der Zeit", letzterer war doppelt vorhanden.

Nachdem jede Gruppe sich einen Raum ausgesucht hatte, ging es auch schon los. Wir betraten einen Raum und mussten jedes einzelne Zeichen nutzen, um das Geheimnis lösen zu können. Hatten wir es dann geschafft, ging es weiter zum nächsten Raum. Das ging dann immer so weiter. Allerdings hatten wir nicht unbegrenzte Zeit. Wir hatten nur eine Stunde Zeit, um alle Rätsel der Räume zu lösen. Außerdem stellte es eine große Herausforderung dar, denn wir mussten alle zusammenarbeiten und das fällt einem manchmal gar nicht so leicht. Sich auf andere einzulassen, obwohl man selbst etwas anderes getan hätte, war für uns alle in manchen Situationen schwer. Als wir es aber dann doch alle geschafft haben und jedes Rätsel gelöst haben, machten wir uns auf den Rückweg zum Bus. Da manche aber nochmal in die Stadt wollten, gingen Frau Armann und Herr Plog zusammen mit ein paar von uns in der Stadt, während sich der Rest mit Frau Skoupi und Herrn Güthe auf den Weg zurück zur Jugendherberge machten. Dort konnten wir dann unsere Freizeit selbst gestalten. Nach dem dann alle wieder in der Jugendherberge waren und dort auch noch ein wenig Freizeit hatten, konnten wir dann zu Abend essen.

              

Anschließend wollten wir den letzten Abend noch einmal richtig ausnutzen. Also fuhren wir alle zusammen am Donnerstagabend um kurz vor Sieben zu einem der schönsten Plätze in Hamburg, zum Elbstrand. Dort haben wir sehr viele schöne Fotos gemacht. Nicht nur unter uns, auch die Lehrer machten mit uns schöne Bilder. Als wir dann nach circa drei Stunden wieder in der Jugendherberge ankamen, hatten wir noch ein wenig Freizeit, um den letzten Abend ausklingen zu lassen. Schlafen? Nun ja… 

   

Am nächsten Morgen packten dann alle ihre Koffer, wenn sie es nicht sogar schon am Vorabend gemacht haben. Manche gingen noch frühstücken, während andere noch in ihren Zimmern waren. Um ca. halb Zehn machte sich der Bus auf den Weg nach Hause. Zwischendurch hatten wir dann 45 Minuten Pause und hatten die Chance, auf die Toilette zu gehen und uns was zu Essen oder zu Trinken zu holen. Nach der Pause fuhren wir weiter. Während einige schliefen, hörten andere Musik oder unterhielten sich im Bus. Gegen 14 Uhr kamen wir dann in Lünen an und gingen mit unvergesslichen Erinnerungen an eine schöne Klassenfahrt ins wohlverdiente Wochenende.

Zum Ende des Beitrags ein passendes Zitat aus einer von Frau Skoupis Busdurchsagen: "Tschüssli Müsli!"