Namensgeber der LUR

 

Ludwig Uhland

           LUDWIG UHLAND, Schriftsteller und Germanist, ist der deutsche volkstümliche Liederdichter und Meister der Balladen mit lyrischem Talent gewesen (und ein großer Gelehrter). Seine Dichtung zeichnet sich durch eine kräftige, männlich feste und zugleich süße Weise aus, die in ihrer schlichten und herzlichen Natürlichkeit die deutsche Lyrik bereichert. Seine dichterischen Werke sind nicht zahlreich, aber die meisten Gedichte sind wegen ihrer anschaulichen Frische lebendig geblieben. Einige sind sogar echte Volkslieder geworden. Uhland zeigt sein lyrisches Talent dadurch, dass er es oft schafft, in wenigen Versen und Strophen eine Natur- und Seelenstimmung klar und kurz und überraschend schön zu beschreiben.
*26.4.1787 +13.11.1862    

 

FRÜHLINGSAHNUNG von Ludwig Uhland

O sanfter, süßer Hauch!
Schon weckest du wieder
Mir Frühlingslieder.
Bald blühen die Veilchen auch.
 
 

FRÜHLINGSGLAUBE von Ludwig Uhland

Die linden Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und weben Tag und Nacht,
Sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muss sich alles, alles wenden.

Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
Man weiß nicht, was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal;
Nun, armes Herz, vergiss der Qual!
Nun muss sich alles, alles wenden.